Vorbeugung und Behandlung von Beschwerden mittels traditionellen chinesischen Energie-Praktiken

Müssen wir jemanden überzeugen, dass es sich lohnt gesund zu sein? Gegenüber bestimmten Tatsachen müssen wir uns einfach öffnen um an die dahinter verborgene Wahrheit zu gelangen, ohne zu hinterfragen ob diese nutzbringend sind. Ist ein Sonnen- aufgang oder -untergang nützlich? Aber wie oft verspüren wir nicht den Drang diese zu betrachten?!

So ist es auch mit der Gesundheit. Selbstverständlich wünschen wir uns gesund zu sein, aber oft haben wir das Gefühl, das Leben würde zu schnell verlaufen und wir können nicht anhalten um die Resoursen zu finden, uns mit unserer Gesundheit zu befassen.

Um dieses Hindernis zu überwinden, können wir uns der traditionellen chinesischen Medizin und den traditionellen chinesischen Praktiken- Qigong, zuwenden.

Innerhalb der chinesischen energetischen Praktiken (CEP)- Qigong, haben sich im Laufe der Zeit Techniken entwickelt, welche die Regelung der wichtigsten Systemen des Körpers ermöglichen: das Atmungssystem, das Kreislaufsystem, das Hormonsystem, das Bewegungssystem u.a.m. Einer der Vorteile der energetischen Praktiken bietet die Möglichkeit der Regelung des gesamten Körpers und nicht nur Teile dessen. Die Praktizierenden haben gleichzeitig die Möglichkeit den Gemütszustand zu verbessern, die Energiemenge zu steigern, die Regelung der Öffnung- und Schließfunktion der Zellen, die Harmonisierung der energiespeichernden inneren Organe (Nieren, Leber, Herz, Milz, Lunge).

Durch das Üben des Qigong treten Ergebnisse ans Licht sowohl im Bereich der Behandlung der Beschwerden und Stärkung der Gesundheit als auch in der Modellierung des Charakters. Obwohl das ursprüngliche Ziel die Gesundheit war, erreichen viele der Übenden mit der Zeit eine Verbesserung der Verständnisfähigkeit; manche bringen schlummernde "Kräfte" an die Oberfläche, die zu besonderen Fähigkeiten führen.

Die Teilnehmer entdecken auch die Wichtigkeit der aktiven Teilnahme an der eigenen Existenz. Sie werden ihre Gesundheit durch den aktiveren Lebensstil erfahren, durch die Anerkennung verschiedener Naturgesetze, die die Jahreszeiten, den Tag und Nachtrhythmus bestimmen, durch ihre Lebensart, die Art wie sie fühlen; die Nahrung, die sie essen u.a.m.

Dies führt zur Verbesserung ihrer Lebensqualität, "etwas" verändert ihr Leben zum Guten, sie entdecken "die Kunst des Lebens".

Die energetischen Praktiken werden sowohl vorbeugend wie auch zur Therapie der Beschwerden eingesetzt. Ideal wäre es, wenn die Menschen die Wichtigkeit der Erhaltung der Gesundheit verstehen würden und nicht erst zur äußeren Hilfe greifen wenn die Krankheit sich bereits eingestellt hat. In diesem Sinn steht es im "Gelben Kaiser" (die "Bibel" der TCM):

"In der Vergangenheit waren die Weisen bestrebt den Beschwerden vorzubeugen, bevor diese in Erscheinung traten. Dies glich der Tat von eines guten Herrscher oder Kaiser, dem es gelang, dem Ausbrechen des Krieges vorzubeugen. Die Behandlung einer Beschwerde, die schon manifestiert ist, gleicht einer Unterdrückung des ausgebrochenen Aufstandes. Wenn jemand einen Damm errichte um Wasser erst zu sammeln wenn er Durst hat, oder seine Waffen schmiedet nach dem der Krieg ausgebrochen ist, wird sich die Frage stellen: ist es vielleicht nicht zu spät?"

Die Gesundheit ist eine der wertvollsten unserer Güter. Demzufolge müssen wir wis­sen, wie wir sie bewahren sollen, wie wir sie stärken sollen und wie wir sie wiedererlangen, wenn diese verloren ging. Vor einiger Zeit hat die Weltgesundheitsorganisation begonnen, einige Programme zu unterstützen, welche krankheitsvorbeugenden Charakter haben. Diese Haltung seitens der WGO ist eingenommen worden auf internationaler Ebene, da man festge­stellt hat, dass es schwieriger ist einen Kranken zu rehabilitieren, als einen Berufstätigen in einem gesunden, aktiven Zustand zu halten.

Das führt uns zu dem Schluss, dass sowohl in der Vergangenheit wie auch in der Gegenwart die gleiche Strategie nötig ist: vorbeugen der Beschwerden.

Wenn aber die Krankheit schon eingetreten ist, gibt uns die TCM und die CEP- (Qigong) Möglichkeiten uns dem Ursprung der Krankheit zu nähern, die Art zu finden wie diese richtig behandelt wird: ausgegangen von innen nach außen, von der Ursache zu den Symptomen. Der nächste Schritt besteht darin Prozeduren und Techniken anzuwenden, bei denen der Patient aktiv mitmacht, wodurch auch die Etappe der Behandlung der Beschwerden durchgelaufen wird.

Der Vorteil der CEP- Qigong, besteht in dem Fehlen der Nebenwirkungen, aber auch durch das Erlangen von stabileren Erfolgen als durch andere Methoden, eben durch die aktive Beteiligung des Patienten an dem Genesungsverlauf. Während der Behandlung werden einfache Methoden angewandt, deren Wirkung macht sich aber bemerkbar durch die Zusammenarbeit zwischen Therapeut und Patient. Zum Beispiel, werden verschiedene Atemtechniken mit Bewegungen kombiniert, dadurch wächst der Sauerstoffgehalt im Körper, und das sauerstoffreiche Blut wird an alle Körperzellen gebracht. In der Therapie werden auch statische Techniken empfohlen, welche die Atmung mit bestimmten geistigen Vorstellungen kombinieren, bei der die Energie entlang der Meridiane geleitet wird. Es wird auch die Massage der Reflexzonen angewandt (an den Sohlen, an den Handflächen, den Ohren, entlang des Rückens- links und rechts der Wirbelsäule). Anfangs macht die Massage der Therapeut, danach vollzieht die verschiedene Massagearten unter Anleitung der Patient selbst. Diese Massage muss dann vom Patienten täglich wiederholt werden.

Die innere Weisheit der TCM erlaubt uns folgende Wahrheit zu merken: durch den Geburtvorgang sind unsere energiespeichernde innere Organe (Nieren, Leber, Herz, Milz, Lungen) energetisch ungleichmäßig unterstützt. Diese Tatsache führt zu einer Anfälligkeit gegenüber bestimmter Beschwerden einerseits und anderseits entwickelt man eine bestimme Verhaltensweise. Zum Beispiel: eine Person, deren Leber energetisch ungenügend unterstützt wird, hat Schwierigkeiten Entscheidungen zu Treffen und diese auch erfolgreich zu Ende zu führen. Diese Tatsache ist erklärbar, das durch die Leber wir die Fähigkeit zum "Aufblicken" entwickeln. Diese Fähigkeit wird im Element Holz- laut dem Gesetz der Fünf Elemente die Leber wird dem Holz zugeordnet- ungenügend. Ein anderes Beispiel: Personen, deren Herz energetisch unzureichend unterstürzt ist, können sich des Lebens nicht freuen, werden das Gefühl haben, das Glück sei weit entfernt von Ihnen. Manchmal ist ihre kreative Fähigkeit mangelhaft, ein anderes mal können geistige Probleme auftauchen.

Der Therapeut kennt diese Zusammenhänge, wird eine Kartei des Patienten erstellen und wird im Lichte des oben Beschriebenen ihm die entsprechende Vorschläge geben. Aufgrund dieses Wissens wird die Therapie viel komplexer und sie wird sich nicht nur auf die körperliche Ebene beschränken, sondern auch die energetische Gefühls-Ebene, die Bewusstsein-Ebene u.a.m.

Durch dieses Verständnis, durch tägliche Übung der energetischen Formen kann man eine Langlebigkeit erreichen mit Erhaltung der Gesundheit, eines kräftigen Körpers und einer ruhiger Seele. Es reicht nicht aus lange zu leben. Das Leben muss ausgeglichen sein, man muss genug Kraft haben um die Taten zu vollenden, die für die physische und spirituelle Existenz nötig sind.

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